Dienstag, 17. April 2007: Thomas hat eine höchst anstrengende Tour hinter sich gebracht, auf der er fast einen Sechstausender gemacht hätte. Nach tiefen elf Stunden Schlaf schreibt er uns heute ein äußerst zufriedenes Email – mit tollen Bildern:

Gebetsfahnen auf dem “biggest pass in the world”
“Liebe Andrea, liebe Leser des Payback-Blog!
Gestern war ein toller Tag: zuerst Aufstieg sehr steil zum “biggest pass in the world”, Thorung La, 5.400 Meter. Das waren 900 Höhenmeter. Hier kann man übrigens auch Yaks mieten, wenn man möchte.

Für den Fall der Fälle: Yaks am Thorung La

Ein gut gelaunter Yak-Treiber
Ich wollte mir dann noch schnell einen Sechstausender “stehlen” (für diesen hatte ich kein Permit), bin dann aber auf 5.800 Meter in tiefem Schnee stecken geblieben. Leider kannte ich den Weg nicht und habe auch dadurch viel Zeit verloren.
Mit Gegensteigungen (manchmal muss man irgendwo runter, dann wieder hoch) waren es gestern insgesamt 1.500 Höhenmeter, ohne Probleme, ohne Kopfweh (den Sherpa habe ich zwischenzeitlich auch zurück gehen lassen).

Selbstporträt in 5.800 Meter Höhe – Die Anstrengung steht Thomas im Gesicht geschrieben
Abschließend waren es vom Pass noch 1.700 Höhenmeter ins Tal bis in 3.700 Meter, nach Muktinat. Für mich also mehr als 2.200 Höhemeter im Abstieg. Ich habe hier in dieser dicken Luft fast elf Stunden geschlafen!
Heute geht es noch einmal gemütliche vier Stunden nach Jomosom, 2.800 Meter, und morgen früh um 7 Uhr, wenn es das Wetter zulässt, mit dem Flugzeug nach Kathmandu. Am 21.4. dann endlich zum Everest!
Gruss,
Thomas

Lieber Thomas Bubendorfer, das klingt nach einem anstrengenden Auf und Ab! Aber Sie müssen dabei großartige Ausblicke vor Augen haben. Können Sie das überhaupt genießen, oder sind Sie sehr konzentriert auf die “Qualität des nächsten Schrittes”? Alles Gute, I.K.
Liebe Ilona:
Wenn ich klettere oder steige dann tue ich nichts anderes, kann also auch nicht die Aussicht genießen…