Im November 2006 haben wir gemeinsam mit UNICEF-Patin und Topmodel Eva Padberg die erste mit PAYBACK Punkten gebaute Schule in Ruanda eröffnet (zu den Schulen habe ich ja bereits im Februar gebloggt). 

Um die Reise zu dokumentieren, hat uns der dpa-Fotograf Jens Kalaene begleitet. Eines seiner Bilder – es ging nach der Reise Anfang Dezember auch viel durch die Medien - wurde nun zu einem der “dpa-Bilder des Jahres 2006″ gekürt! Wir gratulieren Jens zu diesem schönen Erfolg!

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Das ausgezeichnete Bild, entstanden bei der PAYBACK Reise nach Ruanda. Die Kinder, die wir in einem Kulturzentrum an der Grenze zum Kongo kennengelernt haben, zählen zu den ärmsten im Land. Die AIDS-Rate dort ist zudem überdurchschnittlich hoch.

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Jens wurde wie wir von Ruanda, der Schönheit des Landes und der Menschen und der gleichzeitig unvorstellbaren Armut 
in den Bann gezogen. Den Bildern, die er während der Reise gemacht hat, sieht man das auch an.

Was geht in Thomas vor, wenn er alleine am Berg unterwegs ist? Welche Motivation treibt ihn an, diese höchst gefährlichen Besteigungen zu planen - und durchzuführen. Und -  kennt ein Profi wie er auch das Gefühl der Angst? 

München, Ende März 2007,  kurz vor seinem Abflug. Wir haben Thomas gefragt, warum er diese extreme Form der Übersteigung geplant hat.  Er erklärt uns,  dass er nicht aus Rekordsucht an einem Tag durch das Supercouloir klettern will. Im Gegenteil: Er ist davon überzeugt, dass das die sicherste Methode ist: je kürzer man sich in großer Höhe aufhält, desto geringer ist die Gefahr von Höhenödemen, Erfrierungen, Konzentrationsschwächen und so weiter.

Dieser Stil  setzt allerdings eine besonders gründliche Vorbereitung und Fitness voraus. Ganz abgesehen von der Fähigkeit, schnell und sicher in tückischem Gelände zu klettern und einer enorm hohen psychischen Belastung standhalten zu können.

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Bei solch riskanten Aktionen muss jeder Schritt sitzenÂ

Eine solche Belastung ist für uns Berg-Amateure schwer nachvollziehbar. Und gerade hier stellt sich die Frage nach seinen Ängsten. Denkt er bei seinen riskanten Unternehmen an zu Hause, an seine Familie?

Thomas schreibt dazu am 19. April – nach seiner extrem anstrengenden Tour am Vortag:

“Ich habe sehr viele Ängste, stelle mir tausend Situationen vor, was nicht alles passieren könnte, und vor allem habe ich vor dem Scheitern Angst. Ich habe heute noch keine Ahnung wie ich reagieren würde, wenn ich merke, es geht nicht mehr. Die Kinder und meine Frau vermisse ich SEHR! Natürlich stehe ich in Kontakt mit denen, rufe alle drei bis vier Tage an. Außerdem schauen sie den Paybackblog.

Beim Klettern bin ich meist sehr ruhig, Adrenalin Schübe sind selten, und gerade der Umstand, dass ich gut Kraft habe in der Anstrengung, gibt mir dann noch mehr Kraft. Ich genieße es, zu leisten.”

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Thomas beim Eisklettern 

Am 18. April hat er auf die Frage von Ilona, was ihn antreibt und was ihm diese Expedition bedeutet, folgendes geantwortet:

“Natürlich ist die Vorbereitung, das Training aber auch das derzeitige Akklimatisieren, anstrengend. Wir haben in Österreich einen Spruch: Von nichts kommt nichts und von wenig nicht viel. Ich bin auf dieser Welt um mein Potential auszuleben, und nicht, um mit 60, 70% durchs Leben zu gehen.

Der Everest bedeutet mir zurzeit alles, wenngleich es nicht um den Gipfel geht in erster Linie sondern darum, an jedem Tag, zu jeder Stunde, so gut zu sein wie nur möglich, jeden einzelnen Schritt bis zum eventuellen Gipfel so intensiv und achtsam wie möglich zu machen, und sich an möglichst jedem Augenblick zu FREUEN (auch wenn es natürlich Augenblicke gibt, da einem die Freude vergeht).

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Der Everest – Objekt der Begierde

In jedem Fall wird diese Expedition kein Endpunkt sondern ein Ausgangspunkt sein. Denn selbst wenn ich den Gipfel erreiche wird es nachher andere Berge geben.”

 

Da habe ich mich mal schön bei der Ortsangabe der Bilder geirrt, gestern. Denn: nur der stolze Schlangenbeschwörer wurde in Kathmandu aufgenommen, wie Thomas mir heute geschrieben hat:

“Die anderen Menschen habe ich in Muktinath fotografiert. Dieser Ort, in dem wir vorgestern waren, ist ein sehr berühmter Pilgerort. Eine reiche, indische Familie wurde sogar mit dem Hubschrauber eingeflogen. Andere Pilger nehmen tage- ja sogar monatelange Fußmärsche auf sich, um dorthin zu gelangen. 

Muktinath liegt im Königreich Mustang, dessen nördlicher Teil offiziell gesperrt ist. Das linke Tal auf dem Foto führt dorthin. Heute bin ich noch in Kathmandu und morgen geht es dann Richtung Tibet. Viele Grüße, Thomas”

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Muktinath liegt auf einem Plateau in 3748m Höhe

Muktinath ist ein Ort, der sowohl von den Hindus als auch von den Buddhisten als eines der größten Heiligtümer angesehen wird. Die Hindus verehren das Wasser, das einer Wand mit über hundert Quellen entspringt. Sie nennen den Ort “Chumig Gyatsa”, was auf tibetisch soviel wie “hundert Quellen” bedeutet.

Die Buddhisten hingegen verehren eine heilige Flamme, die wohl über eine unterirdische Erdgasquelle gespeist wird. Sie nennen das Heiligtum “Mukti Kshetra” – wörtlich übersetzt “Platz der Erlösung”.

Shiva Parvati Temple at Muktinath
Hindu-Tempel auf dem heiligen Gelände in Muktinath Chumig Gyatsa

Beide Religionen können in Muktinath ganz friedlich nebeneinander existieren. Für alle, die noch mehr über diesen heiligen Pilgerort wissen wollen – hier noch ein link. Die Infos sind zwar auf Englisch – aber eigentlich ganz gut zu verstehen.

Bilder: www.muktinath.org

 

Es gibt wieder Neuigkeiten zu Herbert Grönemeyer :-) Und zwar wird er am 15. Mai im Renaissance-Theater in Berlin ein Gespräch mit dem ZEIT-Redakteur Christof Siemes führen – sehr spannend!

Ich werde natürlich auch dort sein, habe mir schon die Karten gesichert – leider gab es auf die keine 500 PAYBACK Punkte. Flug und Hotel sind auch schon gebucht…

Hier der Link zur Pressemitteilung!

Thomas hat ja gestern seine Trekking-Tour im Annapurna-Gebiet beendet und ist nun unterwegs in Richtung Everest Basislager. Dafür musste er heute in Kathmandu eine kurze Zwischenstation einlegen. Und die hat er genutzt, um ein paar tolle Bilder vom Leben in den Straßen der nepalischen Hauptstadt aufzunehmen. Außerdem hat er Bilder aus dem Pilgerort Muktinath mitgeschickt.

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Ein Schlangenbeschwörer – ich sag’s Euch, die sind alle echt!

Leider kämpft auch Kathmandu – wie viele Metropolen in Entwicklungsländern – mit enormen Umweltproblemen, die hauptsächlich durch die ständige Zunahme des Verkehrs entstehen. Da das Kathmandu-Tal von hohen Bergketten eingekesselt ist, wird das Problem der Luftverschmutzung noch verstärkt.  Auch die Situation bei der Abwasser- und Abfallbeseitigung ist besorgniserregend.  

Bei Interesse gibt es hier noch ausführlichere Informationen zur Lage der Bevölkerung in Nepal. Trotz schwieriger Lebensumstände begegnen die Menschen Nepals den Touristen meist freundlich und respektvoll - und tragen oft ein Lied oder ein Lächeln auf den Lippen.

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Großmütterchen mit Knoblauch – in den Straßen von Muktinath

Thomas schreibt:

“Bin heute Mittag in Kathmandu angekommen nach zwei Flügen in kleinen Propeller Flugzeugen. Endlich durfte man wieder einmal Flüssigkeiten in größeren Mengen als 150 Milliliter (Flasche Wasser) und auch ein Taschenmesser mitnehmen, ohne dass sich jemand darüber aufgeregt hat.

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Eine Weberin bei der Arbeit…

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… und die Männer beim Spiel

Hier in 1400 Meter ist natürlich für mich “dicke Luft” nach 5.800 Meter vor zwei Tagen. Aber das ist für die Regeneration gut, und übermorgen Früh geht es ja schon wieder in die Berge, hinauf in über 3000 Meter (über die nepalisch-tibetisch=chinesische Grenze).

Am Sonntag werden wir dann wieder für eine Weile in 5.700 Meter sein und auf 4.200 Meter schlafen (in Tingri). Am Montag dann endlich im Basislager Rongbuk am Everest… Außer einem Schnupfen seit neun Tagen bin ich völlig fit und auch schon ganz akklimatisiert.
Herzliche Grüße, Thomas”

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Ein Straßenmusikant mit einem Saiteninstrument – eine Sarod vielleicht (indisches Saiteninstrument)?

Die Musik ist sehr wichtig im Leben aller Nepalis. Es gibt tatsächlich über 100 verschiedene Musikinstrumente in Nepal! Davon werden viele vor allem zum Musizieren bei religiösen Anlässen verwendet. Das Instrument auf dem Foto sieht für mich aus, wie eine Sarod. Ein typisch indisches Instrument. Aber vielleicht kennt Ihr Euch da besser aus?

Zum Abschied von Nepal hier noch ein “letzter Blick” auf eine der eindrucksvollen Gipfelketten im Annapurna-Gebiet.

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Gangapurna und Annapurna IV – ungefähr 7.500 Meter

Dazu schreibt Thomas:

“Das ist eines der schönsten Bergbilder, die ich vorgestern Morgen am Weg zum Thorung La und dem anschließenden Training bis 5.800 Meter aufgenommen habe. Es war nach einem abendlichen Gewitter wunderschönes Wetter, aber sicher minus 10 Grad kalt. Die Berge heißen Gangapurna und Annapurna IV und sind mit ungefähr gleich hoch (ca. 7.500 Meter). Von den Annapurnas gibt es mindestens IV, die Nummer ist natürlich die höchste mit knapp über 8.000m.”

Bye bye Nepal, jetzt geht’s endlich Richtung Mount Everest!

“Einkauf aktuell” kennt ja fast jeder: Am Samstag macht man den Postkasten auf, liegt das gelb-rote Blättchen drin. Die “regionale Haushaltswerbung”, wie die Deutsche Post das Blatt selbst bezeichnet, soll eine Kombination aus Unterhaltung und Werbung sein.

Am 28. April erhält “Einkauf Aktuell” richtigen Mehrwert – weil erstmals Gesellschaft von einer PAYBACK Beilage. Spannend sind die acht Seiten vor allem durch PAYBACK Infos (auch zum Thema Grönemeyer), 5fach Punkte-Coupons von unseren Partnern und eine ganze Seite WMF-Angebote. Wir und die Partner sind schon sehr neugierig, wie diese Premiere angenommen werden wird!

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Jeden Samstag in (fast) allen Postkästen deutscher Haushalte:
Einkauf aktuell

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Am 28. April begleitet von PAYBACK…

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…und richtig vielen Coupons

Dienstag, 17. April 2007: Thomas hat eine höchst anstrengende Tour hinter sich gebracht, auf der er fast einen Sechstausender gemacht hätte. Nach tiefen elf Stunden Schlaf schreibt er uns heute ein äußerst zufriedenes Email – mit tollen Bildern: 

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Gebetsfahnen auf dem “biggest pass in the world”

“Liebe Andrea, liebe Leser des Payback-Blog!

Gestern war ein toller Tag: zuerst Aufstieg sehr steil zum “biggest pass in the world”, Thorung La, 5.400 Meter. Das waren 900 Höhenmeter. Hier kann man übrigens auch Yaks mieten, wenn man möchte. 

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Für den Fall der Fälle: Yaks am Thorung La  

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Ein gut gelaunter Yak-Treiber

Ich wollte mir dann noch schnell einen Sechstausender “stehlen” (für diesen hatte ich kein Permit), bin dann aber auf 5.800 Meter in tiefem Schnee stecken geblieben. Leider kannte ich den Weg nicht und habe auch dadurch viel Zeit verloren.

Mit Gegensteigungen (manchmal muss man irgendwo runter, dann wieder hoch) waren es gestern insgesamt 1.500 Höhenmeter, ohne Probleme, ohne Kopfweh (den Sherpa habe ich zwischenzeitlich auch zurück gehen lassen).

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Selbstporträt in 5.800 Meter Höhe – Die Anstrengung steht Thomas im Gesicht geschrieben

Abschließend waren es vom Pass noch 1.700 Höhenmeter ins Tal bis in 3.700 Meter, nach Muktinat. Für mich also mehr als 2.200 Höhemeter im Abstieg. Ich habe hier in dieser dicken Luft fast elf Stunden geschlafen! 

Heute geht es noch einmal gemütliche vier Stunden nach Jomosom, 2.800 Meter, und morgen früh um 7 Uhr, wenn es das Wetter zulässt, mit dem Flugzeug nach Kathmandu. Am 21.4. dann endlich zum Everest!

Gruss,
Thomas

Warum muss  sich Thomas eigentlich so lange akklimatisieren? Also warum kann er als gesunder, austrainierter Sportler nicht einfach ankommen und sofort den Everest erklimmen? Diese Frage hat uns in den letzten Kommentaren immer wieder beschäftigt. Unser Berg-Experte Gerfried hat uns dazu eine recht anschauliche Erklärung gemailt:

“Menschen aus unseren Breiten können nicht einfach so zu einem Achttausender reisen und ihn gleich auf Anhieb besteigen. Angenommen, ein durchtrainierter Ausdauersportler könnte per Hubschrauber auf den Gipfel des Mount Everest gebracht werden. Dann wäre er ohne Sauerstoff-Maske in wenigen Minuten bewusstlos – und in ungefähr einer Viertelstunde erstickt. Wir Menschen sind einfach nicht für große Höhen “gebaut”. Dauersiedlungen gibt es auf der Erde nur bis in circa 5.300 Meter Höhe. Würde man höher leben, würde sich der Körper langsam (über viele Wochen) bis zum sichern Tod abbauen.

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Unser Experte Gerfried – hier selbst auf Expedition

Die Akklimatisation ermöglicht es dem Körper, sich langsam an die große Höhe zu gewöhnen. Das heißt, dass er immer wieder einen Höhenreiz bekommt und er dann im Knochenmark die so wichtigen roten Blutkörperchen bilden kann (wie schon in mehreren Beiträgen beschrieben). So ausgestattet, kann der Mensch immer wieder neue Höhen erobern und mit einem zusätzlichen Reiz noch mehr rote Blutkörperchen bilden. Das macht man so lange, bis der Körper schließlich für die 8.000 Meter bereit ist. Wenn man aus Europa kommt, dann kann man einen niedrigen Achttausender bei günstigem Wetter, guter Gesundheit usw. frühestens nach ungefähr einem Monat besteigen. Da der Everest noch um einiges höher ist – und so die Luft noch mal um einiges dünner - braucht man zum Akklimatisieren etwas länger.

Um in der Zeit der ersten Akklimatisation nicht ständig im langweiligen Basislager herum zu hängen, hat sich Thomas vorher eine Trekkingtour ausgesucht.”

Vielen Dank an Gerfried, der das “langweilige” Basislager wohl schon selbst erlebt hat :)