PAYBACK Mitglieder sind spendable Baumeister: Zur Zeit bauen sie mit ihren Punktespenden durchschnittlich sieben (!) Schulen pro Monat. Im Juni 2006 haben wir das Projekt “Schulen für Afrika” bei PAYBACK gestartet, bisher sind schon 700.000 Euro zusammengekommen.  Das sind 70 Schulen!

Kurz vor den Osterfeiertagen war die UNICEF-Vorsitzende Heide Simonis bei uns in München und hat statt eines Spendenschecks einen dicken Lehmziegel überreicht bekommen.

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Loyalty Partner-Chef Alexander Rittweger und Heide Simonis

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Während wir hier bei strahlendem Sonnenschein Ostern feiern dürfen, herrscht in Nepal Gewitterstimmung. Thomas hat sich trotzdem kurz gemeldet – per Email und auch telefonisch.

Hier für Euch ein Auszug aus seinem gestrigen Email:
„…hatte seit zwei Tagen keinen Empfang mit Telefon, war in einem tiefen Tal. Jetzt ist da gerade eine Internetstation in 2.700 Meter (nicht mein Computer). Wir sind heute schon vier Stunden aufgestiegen (gestern wildes Gewitter) und gehen heute noch einmal fünf Stunden bis in 3.300 Meter. Dort werde ich hoffentlich so weit oben sein, dass ich mailen und Fotos schicken kann…Frohe Ostern, Thomas“

Heute Morgen hat er auch schon angerufen und erzählt, dass sich das Wetter gebessert und er sich inzwischen ein wenig akklimatisiert hat. Zusammen mit seiner Truppe ist er nun schon auf dreitausend Meter Höhe. Hier wird die Luft erheblich dünner, aber endlich sind die ersten Sechstausender in Sicht. Thomas hat mir gestanden, dass er in den ersten Tagen nicht besonders glücklich war. Aber das sei normal, sagt er, da es immer eine gewisse Zeit dauert, bis man sich an das neue Land, die neue Situation, neue Menschen und Sitten und natürlich an das Essen gewöhnt hat.

Angesichts der Berge geht’s ihm heute aber richtig gut. Er hofft, in den nächsten zwei Tagen die Sechstausender in Angriff nehmen zu können. Von dort will er dann auch die ersten Bilder schicken – wir drücken die Daumen, dass das Wetter mitspielt!

Bis sich Thomas das nächste Mal aus Nepal meldet, möchte ich kurz unser „Berg-Team“ vorstellen:

Die Hauptfigur ist natürlich Thomas Bubendorfer, der über die „Supercouloir-Route“ den Mount Everest bezwingen will. Ich kümmere mich um die Koordination, die Einstellung seiner Texte und Bilder und telefoniere mit ihm, falls er mal nicht ins Netz kommt. Außerdem haben wir noch einen Berg-Experten ins Boot geholt, den Österreicher Gerfried Göschl. Er ist selbst ein leidenschaftlicher Alpinist und hat bereits zahlreiche Extremexpeditionen durchgeführt.

Sein Meisterstück gelang dem Steirer im Frühjahr 2005, als er als Erster überhaupt die beiden Achttausender Shisha Pagma und Mount Everest „am Stück“ bestiegen hat. Ebenfalls ohne künstlichen Sauerstoff.

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Unser Fachmann Gerfried Göschl, hier “in Zivil”

Gerfried wird uns zweifellos eine große Hilfe sein wenn es darum geht, Thomas Situationen einzuschätzen und Eure Fachfragen zu beantworten. Wenn es die Ostereiersuche in den nächsten Tagen zulässt, werde ich Euch noch ein bisschen mehr zu Thomas Vorbereitungsphase in Nepal erzählen.

Bis dahin wünsche ich Euch allen ein frohes Osterfest!

Es gibt gute Neuigkeiten. Vor ein paar Minuten hat sich Thomas Bubendorfer telefonisch bei mir gemeldet! Erst hat es zwar nur geknackt und gerauscht (und ich hätte fast schon wieder aufgelegt), aber dann hörte ich ein entferntes “Hallooo? Hier ist Thomas Bubendorfer. Verstehst Du mich?” Jaa – natürlich! Etwas verzögert, aber klar und deutlich. Also, es geht ihm gut. Wieder gut, muss man sagen. Er hatte sich nämlich bei seiner Ankunft in Nepal mit einem etwas zu scharf gewürzten Gericht den Magen verdorben. So musste er zwangsweise einen Tag länger als geplant in Kathmandu verbringen.

Inzwischen ist er wieder fit und seit zwei Stunden unterwegs auf seiner insgesamt zweiwöchigen Aklimatisierungsrunde im Annapurna Gebiet. Ein bisschen schockiert haben ihn die Temperaturen, sagt er. Dass es in Delhi mitten in der Nacht 37 Grad hatte – ok. Aber in Nepal – die Achttausender zum Greifen nahe – hatte er mit kühlerem Wetter gerechnet. Aber auch dort hat es aktuell 36 Grad, so dass Thomas von einer “schweißtreibenden Angelegenheit” sprach. 

In den nächsten Tagen will er sich langsam an die Höhe gewöhnen. Bei einer Trekking-Tour von ungefähr achthundert Meter auf zwei bis dreitausend Meter Höhe. Dabei wird er in einfachen Guest Houses oder Lodges übernachten. Die Siedlungen, die er bisher gesehen hat, beschreibt er als eher mittelalterlich. Ebenso wie die spartanischen Unterkünfte.

Sobald wie möglich wird er uns seine ersten Live-Eindrücke schicken – per Wort und Bild. Ich bin schon hochgespannt und werde bis dahin mein Telefon nicht aus den Augen lassen. 

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Thomas Bubendorfer bei einem (früheren) Training

Thomas hat sich leider bisher noch nicht aus Katmandu gemeldet – mal sehen, ob er sich morgen auf mein Email melden wird. Bis dahin möchte ich die Gelegenheit nutzen, seine Route vorzustellen. Letzte Woche war Thomas Bubendorfer in Begleitung seines Freundes Gerfried Göschl – ihn stellen wir auch noch vor – bei Loyalty Partner in München und hat uns die wichtigsten Informationen über sein geplantes Vorhaben gegeben.

Die bekannteste Route des Everest führt von der nepalischen Seite auf den Gipfel. Unter Experten gilt sie allerdings als “wenig anspruchsvoll”. Daneben hat der Everest natürlich auch weitaus schwierigere Anstiege. So führt die vermutlich faszinierendste Route des Berges durch die Nordwestwand an der tibetischen Seite.

Sie heißt „Supercouloir” und ist drei Kilometer hoch. Zum Vergleich: die Eiger Nordwand ist 1,8 Kilometer hoch. Diese Route ist wohl die direkteste auf einen Achttausender überhaupt. Sie ist die Kombination aus dem sogenannten Japaner Couloir im unteren und dem Hornbein Couloir im oberen Teil dieser Wand.

Thomas Bubendorfer will das Supercouloir in einem Zug, also ohne zu biwakieren,  ohne Fixseile (!), allein und ohne künstlichen Sauerstoff (!) durchsteigen und über den Nordgrat, den Normalweg der tibetischen Seite, absteigen. Auf diesem Grat wird er auf die Infrastruktur, also zum Beispiel Zelte, einer französisch-monegassischen Expedition zurückgreifen können. Diese Expedition wird übrigens von der monegassischen Regierung mit Fürst Albert II von Monaco als Schirmherr, unterstützt.

Also das hört sich schon einzigartig an – und ich bin schon auf den ersten Bericht von Thomas aus dem Basislager gespannt. Denn er selbst wird sich auch erst vor Ort ein Bild über den “Zustand” des Bergs machen können – und davon hängt wiederum entscheidend ab, ob und wann er sein Vorhaben durchführen kann.

Ein bisschen nervös war ich schon, als ich Thomas Bubendorfer gerade eben angerufen habe. Hoffentlich geht’s ihm gut, dachte ich mir, und alle Vorbereitungen für den heutigen Abflug Richtung Nepal sind planmäßig verlaufen. Aber sein entspannter Ton am Telefon hat mich gleich beruhigt. Und das, obwohl ich ihn just eine halbe Stunde vor seinem Einchecken direkt am Flughafen erwischt habe.

Ja, es geht ihm gut und er freut sich, dass es endlich losgeht. Einzig das Gepäck macht ihm ein wenig zu schaffen: er hat insgesamt 100 Kilo Gepäck dabei! Davon alleine 50 Kilo spezielle Nahrungsmittel, die es in Asien nicht gibt. So „gesunde Sachen“ sagt er, wie beispielsweise Mandelschnitten, gefriergetrocknete Nahrungsmittel, Haferflocken – und noch eine ganze Menge mehr. Und um regelmäßig mit uns in Kontakt zu treten, hat er eine neue Satellitenanlage mit dabei, die noch mal mit knapp 30 Kilo zu Buche schlägt. Thomas will versuchen, diese Anlage im Handgepäck in den Flieger zu bekommen. Von unterwegs wird er sich kaum melden können, meint er.

Denn jetzt fliegt er erstmal nach Delhi, dort landet er mitten in der Nacht und hat elf Stunden Zwischenstopp, die er für einen kurzen Hotelaufenthalt nutzen wird. Außerdem muss er sein gesamtes Gepäck in Delhi aus und wieder einchecken, was natürlich noch einmal sehr zeitaufwendig sein wird. Anschließend fliegt er weiter nach Katmandu. Dort wird er am 3. April um 13.15 Uhr Ortszeit landen. Wenn soweit alles gut geht. Tja und dann musste er auch schon los und ich hab ihm von der gesamten Mannschaft hier alles Gute gewünscht. Es geht los!

 

Sicherlich stellen sich einige die Frage, wie Thomas Bubendorfer und Extrembergsteigen zu PAYBACK passt. Die Erklärung ist einfach: Bei uns gibt es jedes Jahr im Dezember ein sogenanntes “Year End Meeting”, bei dem das gesamte Unternehmen mit über 300 Mitarbeitern gemeinsam nochmal das Jahr Revue passieren lässt. Noch wichtiger sind anschließend natürlich die Ziele für das folgende Jahr – und dann die Party am Abend. 

Das Highlight des letzten Events war ein Vortrag von Thomas Bubendorfer. Für Kletterer und alle österreichischen Kollegen ein sehr bekanntes Gesicht, die Mehrheit wusste aber nicht so recht, was sie da erwartet. In Bann gezogen wurden wir schließlich alle, denn seine Geschichte ist faszinierend: Ein erfolgverwöhnter Extremkletterer stürzt bei Werbeaufnahmen 20 Meter in die Tiefe, ist schwerst verletzt und kann mit ungeheurer Anstrengung und Eigenmotivation dennoch wieder klettern. Und zwar so, dass er jetzt den Mount Everest auf einer der anspruchsvollsten Routen im Alleingang bezwingen möchte. Ohne Seil und Sauerstoff, an nur einem Tag!

Wir waren begeistert und sagten finanzielle Hilfe für das Projekt zu. Vor kurzem entstand  die Idee, live von dieser Aktion zu berichten. Auch Thomas Bubendorfer – für den die Blogwelt ebenso neu ist wie für uns –  war begeistert und hat sich bereit erklärt, täglich live aus China, Tibet und vom Mount Everest von seinem Abenteuer zu berichten, in Wort und Bild. Perfekt für unser Blog, oder?

Eine neue Kombination: Auf der am Freitag erscheinenden neuen CD der Fantastischen Vier – sie heisst “Fornika” – singt Herbert Grönemeyer den Refrain im Lied “Einfach Sein”. Thomas D. von Fanta4 sagte im Interview mit der Tageszeitung “Österreich”: “Smudo nahm den Refrain von ‘Einfach Sein’ so auf, dass alle sagten, das klingt ja wie Grönemeyer. Das nervte uns, denn wir wollten ihn ja nicht nachahmen, und wir fanden: Wenn es schon so klingt, dann soll er’s auch machen. Also riefen wir Grönemeyer an, und er hat sofort zugesagt.”

Reinhören kann man übrigens hier!