Endlich wieder gute Neuigkeiten von Thomas. Trotz der immer noch klirrenden Kälte geht’s ihm inzwischen wieder besser. Er tat sich einfach schwer, seine Situation und die aktuelle Leistungsstärke richtig einzuordnen. So hat er kurzerhand Gerfried angerufen und ihn auch gleich noch mal genau nach “seiner” Route gefragt.
Gerfried schreibt: “Hallo Andrea! Ja, ich hab’ gestern und heute mit Thomas telefoniert. Jetzt sieht es schon viel besser aus mit ihm. Vor allem sein gestriger Vorstoß aufs Northcol (ca. 7050m) war immens wichtig für die Akklimatisation, aber auch für sein Selbstvertrauen.
Er wird nach einer kurzen Erholungspause im BC (Base Camp) wieder ins ABC aufsteigen und dann “meine” Route versuchen. Leider konnte ich sie vor zwei Jahren wegen des anhaltend schlechten Wetters nicht machen.
Die Route sieht so aus: Deutlich links der Normalroute zieht sich von 6600m ein feines felsdurchsetztes Couloir durch die Nordwand, diese Route vereint sich mit dem Normalweg auf 7600m. Dieses Couloir wurde noch nie versucht und ist sicher sehr anspruchsvoll. Es ist wohl eine der letzten Möglichkeiten, sich auf dem Everest zu “verewigen”. Eine Neuroute auf einen Berg zu machen, davon träumt jeder Alpinist. Dies auf dem Everest zu schaffen, wäre eine ganz besondere Sache!! Liebe Grüße, Gerfried.”
Das hört sich sehr spannend an. Morgen wird Thomas also auch wieder (kurz) bei seinem Rechner sein – und hat uns viele, neue und eindrucksvolle Bilder versprochen. Aber, hört selbst:
[audio:http://www.paybackblog.de/wp-content/uploads/2007/05/thomas-anruf-040507.mp3]
Für einen ersten Test hört sich das doch schon ganz gut an, oder? Damit sind wir jetzt auch für die Anrufe vom Gipfel gerüstet!
