Wie hat Thomas gestern so schön geschrieben: auf einen schlechten Tag folgt immer auch ein guter. Jetzt war es wieder einmal umgekehrt:
“Hallo Andrea,
gestern bin ich von Shekkar ins BC zurück. Kein guter Tag. Er fing zwar gut an, da ich morgens von zwei netten deutschen Unternehmens- beratern, die auf Tibet Reise waren, mitgenommen wurde, bis sich plötzlich der Fahrer weigerte, mich weiter mit zu nehmen. Keiner weiß warum.
Also zurück ins Hotel. Dann dauerte es weitere 8 Stunden, bis ich eine Gelegenheit fand, über einen 5000m hohen Pass die äußerst anstrengenden 3,5 Stunden auf brutaler Schotterstraße ins BC zu kommen.
Heute ist sehr starker Wind und ich bin vor allem wegen des mühsamen gestrigen Tages, der so gar kein Rasttag war, im BC geblieben, habe gepackt und werde morgen hoch gehen und BIS 15.Mai via Internet NICHT zu erreichen sein.”
In der Zwischenzeit werde ich natürlich versuchen, möglichst oft mit Thomas zu telefonieren - und seine Anrufe online zu stellen. Thomas schreibt weiter:
“Ach ja: ganz ganz schlaue amerikanische Bergsteiger hier haben FREE TIBET Fahnen gehisst - in unmittelbarer Nähe von 250 Soldaten. SEHR große Aufregung, angeblich ist es das Thema aller Titelseiten hier. Die Amerikaner dürfen nun anscheinend nicht auf den Gipfel, und werden ausgewiesen. Für die anderen Ausländer ist das Reisen nun noch mühsamer geworden, weil es sowieso überall Kontrollen gibt. Gruss, Thomas”
