Am Freitag kommt Thomas Bubendorfer zu uns nach München, um von seiner strapazreichen Mount Everest Erfahrung zu erzählen und uns weiteres (Foto)Material zu bringen. Wir sind schon sehr neugierig.
Die Idee: Wer spezielle Fragen an unseren Extremkletterer hat…wir stellen sie ihm gerne für Euch und bloggen dann die Antworten!

Erstmal ein herzlichen Willkommen zurück im heimischen Österreich! Sicher nicht ganz so spektakulär wie am Himalaya, dafür aber deutlich wärmer… Hätte schon ein paar Frage, die mich interessieren: Gibt es denn so kurz nach dem Abbruch schon wieder Zukunftspläne? Wird er die Everest-Tour nochmal wagen, wenn ja, würde er gegebenenfalls etwas anders machen? Was sagt denn die Familie? Wie hält man sich über Wochen in dünner Luft eigentlich motiviert und wie verdaut Thomas den Frust, nach wochenlanger Vorbereitung quasi mit leeren Händen dazustehen? Freue mich auf Thomas’ Einschätzungen.
Mich würde auch interessieren: Wie wird er mit der Enttäuschung fertig? Hat er neue Ziele? Wird er selbst irgendwo über seine Himalaya-Erfahrung schreiben?
Schöne Grüße an Thomas! I.K.
Ich würde gerne wissen, ob es nicht von vorn herein klar war, dass dieses Projekt scheitern wird. Dass die Nordwand gewaltig gross ist, ist bekannt, dass die Besteigung sehr gefährlich ist, ebenso. Dass zwischen 6.000 und 8000m Schnee liegt und in teilweise senkrechten Wänden als Lawine abgeht, war ebenso zu erwarten.
Hut ab vor allen, die den Normalweg auf den Mount Everest gehen. Die wiederholte Meldung “die verwenden ja alle Fixseile” zählt für mich nur bedingt, denn es gibt genügend Bergsteiger, die den Gipfel ohne Fixseile und ohne Sauerstoff schaffen.
Müssen die Projekte wirklich immer grösser werden, damit man die Aufmerksamkeit der Medien auf sich zieht – egal, wie weit man in der Umsetzung des Projekts dann tatsächlich kommt?
Na, das werden wir ihn morgen alles fragen!
Kann Thomas seine jetzt sehr gute körperliche Verfassung aufgrund des langen Aughaltes in der Höhe kurzfristig in einem neuen Projekt einsetzen oder ist der Motivationsverlust so groß, dass für dieses Jahr keine weiteren Projekte geplant sind?
Frage am Rande: wie ist das möglich, dass es im Basislager keine Seile oder Eisschrauben gibt? Wie versuchen die einzelnen Expeditionen verunglückte Bergsteiger zu bergen, wenn es an der “Grundausrüstung” fehlt? Wünsche Thomas alles Gute und würde mich freuen, ihn einmal in einer Vortragsreihe “erleben” zu können.