Kündigung: Was passiert mit den Daten?
Ulrich hat heute zum Thema “Payback verkauft keine Daten” eine Frage gestellt, die ich gleich zum Anlass für einen eigenen Beitrag in der Kategorie “Datenschutz” nehmen möchte. Wir wollen da ganz offen sein und sind für alle Fragen dankbar. Und hier tut es uns nicht wirklich weh, denn Ulrich scheint ja in der Praxis zufrieden mit Payback zu sein!
Frage: Was tue ich, wenn ich meinen Account bei Payback löschen möchte und was passiert mit meinen Daten?
Die Antwort darauf lautet: Dann löschen wir den Kunden von der Mitglieder- und Verteilerliste. Er wird also von uns nicht mehr als Mitglied geführt und nicht mehr kontaktiert.
Wir sind jedoch laut Handelsgesetzbuch als Kaufmann verpflichtet, alle Buchungsbelege aufzubewahren, um Geschäftsvorgänge 10 Jahre lang nachvollziehbar zu halten. Zudem sind wir unseren Kunden und Partnern gegenüber auskunftspflichtig (zB. beim Vorwurf: “Ich habe letztes Jahr im Mai 130 Punkte vom Partner xy nicht gutgeschrieben bekommen…”). Deshalb müssen wir alle Daten aufbewahren. Diese Daten werden an niemanden weitergegeben und nicht für Marketingzwecke benützt. Nach Ende dieser Aufbewahrungspflicht werden sie vollständig gelöscht.



29.08.2007 - 16:43 Uhr
Super, Danke für die schnelle Antwort !
02.09.2007 - 17:42 Uhr
Besteht die Möglichkeit das Einloggen mit PLZ/Geb-Datum für seine n Account zu unterbinden? Das finde ich nämlich sehr heikel. Auch am Punktomat ist das äußerst fragwürdig, da man ja neben seiner Karte oft auch einen Perso hat, und bei Diebstahl auch die Punkte geklaut werden können.
03.09.2007 - 11:53 Uhr
Das zu unterbinden ist leider nicht möglich. Der Großteil der Einlösungen an den Filialen-Terminals werden durch Login mit PLZ und Geburtsdatum durchgeführt. Dieser Tatsache wollten wir auch für die Mitglieder Rechnung tragen, die hauptsächlich unsere Onlineservices auf http://www.payback.de nutzen. Unsere bisherigen Erfahrungen sind zu einem deutlich überwiegenden Teil positiv verlaufen!
Eine Einlösung im Web zu Ungunsten des Mitglieds ist nahezu unmöglich, da sowohl für die Bargeldeinlösung als auch für die Prämieneinlösung die persönlichen Daten des “Betrügers” nötig wären. Sollte so etwas auftreten, werden wir nach Meldung des Mitglieds die eingelösten Punkte wieder gutschreiben und das Konto sofort kündigen. Die Wahrscheinlichkeit ist jedoch sehr gering.
07.09.2007 - 11:30 Uhr
Auch wenn die Wahrscheinlichkeit gering ist, mir ist genau dies passiert. Jemand - ich vermute meine Ex-Frau - hat mein Payback-Konto am Automaten leergeräumt.
Payback hat genau so reagiert, wie Nina es oben beschrieben hat und ich habe die abkassierten Punkte wieder bekommen. Grosses Lob an Payback dafür.
22.11.2007 - 14:52 Uhr
Also das Einloggen am heimischen PC mit Geburtsdatum und PLZ und Kundennummer finde ich EXTREM schlecht!!!!!!!! Ein Schutz meines Accounts(und damit meiner Finanzen) durch 3 Daten, die allen möglichen Leuten zugänglich sind ist so nicht mehr gegeben!!!!!!!!! Daß PAYBACK das nicht unterbinden kann halt ich für ein Märchen - sie wollen nicht. Vielleicht solltet ihr Euch alle reihenweise beim Datenschutzbeauftragten melden oder bei den Verbraucherzentralen.
So gehts nicht.
12.12.2007 - 15:30 Uhr
Nach dem gestrigen Wallraff-Bericht im ZDF ist das Vertrauen der Verbraucher in PAYBACK wohl leider wieder etwas geschwächt… :-((
Ich selbst bin auch schon von einem Telekommunikationsanbieter telefonisch kontaktiert worden - auf meine Frage hin, woher denn das Unternehmen meine Daten hätte, wurde - natürlich völlig “unverbindlich” - auf die Teilnahme an einem Gewinnspiel verwiesen - oder ob ich ggf. “eine PAYBACK Karte hätte”.
Man weiß leider nicht, was man nun noch glauben darf… :-\
Ärgerlich…
12.12.2007 - 16:16 Uhr
In dem Beitrag wurde meines Wissens genau das erwähnt. Dass es (leider) bereits Methode ist, auf die Frage nach der Herkunft der Daten zu antworten, dass diese von PAYBACK kommen. Damit kann man es sich als unseriöses Unternehmen auf unsere Kosten natürlich leicht machen. Nochmal: Wir wären dumm, würden wir die Daten weitergeben.
14.12.2007 - 11:42 Uhr
@ Nina:
das war auch keineswegs als Kritik an PAYBACK gedacht, sondern an den Unternehmen, die den Namen missbrauchen und die befürchtete Beeinflussbarkeit der Zuschauer….
Um dem ganzen zumindest noch ETWAS Positives abzugewinnen:
mittlerweile hat sich der Name PAYBACK für Punktesammelkarten offenbar bereits genauso etabliert wie “Tempo” für Papiertaschentücher oder “Tesa” für Klebestreifen. Denn es wurde NICHT gesagt: “Vielleicht haben Sie eine Club-Smart-Karte.”
14.12.2007 - 11:43 Uhr
15.07.2009 - 13:57 Uhr
Werden die Daten denn auch bei den Partnerunternehmen zur Löschung “markiert” ? Oder wie erfolgt die Löschung dort?
31.03.2010 - 17:08 Uhr
Ist dies ein offizieller Payback Blog?
01.04.2010 - 09:06 Uhr
Ja, ist er.