Das Thema UNICEF

PAYBACK ist seit dem Jahr 2000 Partner von UNICEF und unterstützt das Kinderhilfswerk zusammen mit seinen Mitgliedern, die ihre Punkte spenden können. Auf diese Weise sind bisher schon über zwei Millionen Euro an Spendengeldern zusammengekommen.  Nun ist die Diskussion um UNICEF in vollem Gange und natürlich stellt sich auch für uns die Frage, wie wir mit der jetzigen Situation umgehen.

Zunächst denken wir, dass es ein Gebot der Fairness ist, nicht sofort das Handtuch zu werfen - zumal in keiner Weise bewiesen ist, dass mit Spendengelder nicht ordentlich umgegangen wurde. Wir haben UNICEF immer als sehr professionelle und transparente Organisation kennengelent. Aber auch wir fordern eine rasche Aufklärung der Vorwürfe und eine ebenso schnelle Klärung der Personaldiskussion.

  1. was war bisher transparent “garnichts”, denn sonst müsste man dies derzeit nicht einfordern.

    Man sollte bis zur Aufklärung UNICEF meiden und lieber evtl. in direkten Aktionen Kindern dieses Geld zukommen lassen.

    Privat sowie über unser Unternehmenich unterstützen wir Kindergärten/-tagesstätten/-heimen mit kleineren SACHSpenden, denn hier wissen wir, dass es direkt zu 100% ankommt und hilft.
    In Zusammenarbeit mit den Lieferanten (als Partner) kann man hier viel bewegen. Bsw. Papierfabrik/Spielzeughersteller bekommt 100 € - liefert aber für 400 € Artikel wo dringend benötigt wird.

    Vielleicht sollte sich Payback mehr Gedanken über o.g. Modell machen, da es den Kindern zu Gute kommen soll und nicht für Provision von Spendenbeschaffern. D.h. nicht abwarten sondern handeln.

    PS: nebenbei wäre dies auch eine tolle “kostenlos” Marketingmaßnahme.

  2. finde die aktuelle haltung von payback schon ganz richtig, wäre aber schön sich jetzt auch schon andere hilfsprojekte zu suchen damit auch punkte sammler einfach und bequem spenden können.

  3. Für mich hat UNICEF seine Unschuld verloren. Ich habe immer direkt an UNICEF gespended und auch Grußkarten in grösseren Mengen gekauft.

    Solange da nichts passiert, und die alten Betonköpfe, die alles andere im Sinn haben als aufzuklären, weiter am Ruder sind, geht von mir kein “Rubel” mehr hin.

  4. Ich finde die ganze Debatte ungerecht und enttäuschend. UNICEF macht zu 98 Prozent exzellente Arbeit, die man auch ohne öffentliche Kritik hätte verbessern können. Der öffentliche Hinweis von Payback-Chef Rittweger, auch gefälligst personelle Konsequenzen zu ziehen, war geschmacklos und schädlich. Diese Kritik darf man nicht öffentlich machen, wenn man an die Sache wirklich glaubt. Sonst entsteht der Verdacht, dass PAYBACK nur aus Reklamegründen bei UNICEF mitmacht. Echte Helfer distanzieren sich nicht bei der ersten Krise gleich öffentlich.

  5. Genau das hat unser Chef an Unicef auch geschrieben. Dass wir nicht davon ausgehen, dass Unicef Spendengelder veruntreut hat, aber in einer solchen Situation mit den derzeitigen Vorwürfen klare Worte und Taten verlangen. Weil das unsere Mitglieder, die ihre Punkte spenden, von uns verlangen! Denen sind wir ja Rechenschaft schuldig. Unicef weiss, dass wir sie gerade jetzt nicht im Stich lassen wollen, dass aber etwas passieren muss, was über ein Lippenbekenntnis hinausgeht.

  6. Also, was Frank da sagt ist nicht ganz falsch. Ich habe zum Beispiel für UNICEF gespendet, und erwarte Verbesserungen. Die inhaltliche Kritik von Herrn Rittweger ist richtig. Aber musste das auch gleich bei Spiegel Online stehen? Das finde ich nicht geradeheraus. Hat Herr Rittweger diese Mail etwa auch an den Spiegel geschickt?? Das wäre nicht geradeheraus. Ich erwarte, dass hier im Interesse aller Sammler Klarheit geschaffen wird. Als überzeugter Paybacksammler für Unicef wurde ich auch schon von Freunden darauf angesprochen.

  7. Nein, das hat Herr Rittweger nicht getan. Das ist eine interne Geschichte zwischen Unicef und uns und sollte bis zur Klärung auch eine solche bleiben. Wer das Thema länger mitverfolgt weiss, dass hier auch Politik betrieben wird und die Medien bewusst genutzt werden. Woher hat denn die Frankfurter Rundschau ihre ganzen Informationen erhalten?

  8. Danke für diese Klärung! Also wenn hier bei UNICEF jemand bewusst solche Informationen an die Presse gibt, ist das verheerend. Was für ein Schaden! Ich finde, PAYBACK sollte sich jetzt auch solidarisch hinter UNICEF stellen. In den Medien kam nur an, ‘PAYBACK fordert personelle Konsequenzen und droht mit dem Ausstieg’. Das ist viel zu negativ! Bitte stellen Sie doch klar, dass PAYBACK diese Machenschaften ablehnt und nicht mitmacht, und bi auf Weiteres zu UNICEF steht. UNICEF verdient Vertrauen. Ein schwarzes Schaf darf dieser so wichtigen Initiative nicht schaden! Wir alle müssen nun Farbe bekennen.

  9. Die neue Erklaerung von UNICEF, die sog. “Eckpunkte” klingt wieder sehr nach Business. Es geht um Geschaeftsstrategie, Unternehmenskultur, Unternehmensfuehrung, Finanz- und Vertragscontrolling … Das Wort ‘Kind’ taucht ueberhaupt nicht auf. Es wird auch nicht gesagt, warum man eigentlich immer mehr Geld fuer die Kinder in der Welt braucht, was genau man erreichen will .
    Andreas (Windhoek/Namibia)

  10. Wir haben bei allen Anfragen, die auf den Spiegelbericht gefolgt sind ganz klar gesagt, dass wir hinter UNICEF stehen. Und wir glauben auch, dass das unsere Mitglieder nach wie vor tun. Aber es muss ein Neuanfang gemacht werden. Nächste Woche kommt Herr Schlagintweit zu uns, dann erfahren wir hoffentlich mehr. Wir wissen ja auch nicht mehr als in der Zeitung zu lesen ist.

  11. Nach Informationen des Berliner “Tagesspiegel” und des Bonner “Generalanzeiger” hat das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) entschieden, der deutschen Unicef-Sektion das Spendensiegel zu entziehen.

    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,536433,00.html

  12. Dies ist ein Prüfsiegel von mehreren, es bedeutet nicht, dass Unicef keine Spenden mehr annehmen darf. In der Begründung verweist das DZI auf Verstöße gegen die eigenen Prüfkriterien beim Thema Provisionszahlungen. Diese Vorwürfe waren bereits bekannt, dass das DZI nun reagiert, war meines Erachtens absehbar. Wir möchten die langjährige, bisher sehr professionelle Partnerschaft mit Unicef unter konkreten Bedingungen weiter fortsetzen und hoffen, dass Unicef innerhalb der nächsten Wochen die Situation bereinigen kann. Bis zur Klärung weisen wir unsere Kunden auf die Lage ja explizit hin (Pop-up auf payback.de).

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