“Wichtig ist uns Transparenz” – mit dieser Überschrift hat Nina vor ein paar Wochen die Kategorie “Datenschutz” eröffnet. In diesem Sinne vorab ein Hinweis zu meiner Person: Ich bin ein Kollege von Nina und verantwortlich für die Unternehmenskommunikation von Loyalty Partner, dem Betreiber von PAYBACK. In dieser Funktion beschäftige ich mich auch mit Fragestellungen rund um die Themen Daten- und Verbraucherschutz. Ich werde also in meinen Blog-Einträgen eine bestimmte Sicht der Dinge zu einem vielschichtigen und emotionalen Themenfeld darstellen. Dies vorweg zu einer hoffentlich spannenden und wahrscheinlich kontroversen Diskussion rund um das Thema Datenschutz.
Was macht PAYBACK eigentlich? Bildlich gesprochen ermöglichen wir es unseren Partnern, das Prinzip des Tante Emma Ladens ins Heute zu übertragen. Früher war es selbstverständlich, dass der Kaufmann um die Ecke uns mit Namen ansprach, wusste, ob wir Kinder haben, welche Apfelsorte wir bevorzugen und uns als treuem Kunden mal einen Apfel gratis dazugab oder ein Produkt zum Sonderpreis anbot. In einer anonymisierten Einkaufswelt ist es heute für Unternehmen kaum möglich, ihre Kunden zu kennen und zu wissen, was diese sich wünschen. Um Kunden zu treuen Kunden zu machen muss man wissen, was sie wünschen. Sie möchten ernst genommen werden und erwarten einen Mehrwert beim Einkauf. Hier lassen sich zwei Strategien unterscheiden: Die Preis-Strategie der Discounter und die Alternative dazu, die auf Qualität setzt: zum Beispiel über zusätzliche Services und spezielle Angebote. Voraussetzung einer erfolgreichen “Qualitäts-Strategie” ist, die Kundenwünsche zu kennen, um dem Kunden auch wirklich spürbaren Mehrwert zu bieten – und damit sind wir bei den Themen Nutzung von Kundendaten und Datenschutz.
PAYBACK versteht sich als Plattform zwischen Konsument und Partnerunternehmen. Der PAYBACK Kunde hat die Möglichkeit, bei vielen Unternehmen in ganz Deutschland Dinge des täglichen Bedarfs zu kaufen und dafür mit nur einer Karte Punkte zu sammeln. Darüber hinaus erhält er – soweit er seine Zustimmung erteilt hat – Post von PAYBACK, die zusätzliche Coupons der Partnerunternehmen enthält (z.B. zusätzliche Extrapunkte beim Einkauf bei dm; Preisnachlass beim Tanken bei Aral, etc.). Die Partnerunternehmen selbst sprechen ihre Kunden zudem mit eigenen Angeboten an.
Der Mehrwert für den PAYBACK Kunden besteht also in zwei Dingen: Rabatte in Form von Punkten plus Angebote und Vergünstigungen, die auch wirklich relevant sind. Konkret: Es ist für ein Rentnerehepaar uninteressant bis ärgerlich, spezielle Angebote für Babynahrung zu erhalten, für die junge Mutter ist dies dagegen sehr relevant. Kunden werden also gezielt, statt nach dem Prinzip der Gießkanne, angesprochen und in Konsequenz die Werbeflut deutlich begrenzt.
Ich finde, dass dieses Vorgehen absolut im Sinne des Verbraucherschutzes ist. Um dies zu gewährleisten, nutzt PAYBACK Kundendaten. Welche Daten die Partner, und welche wir von PAYBACK erfassen, wie diese genutzt werden, ob wir Kundendaten an Dritte weiterverkaufen (nein, tun wir nicht), sind weitere Themen hier auf dem Blog.