Update von UNICEF: Schutzzonen für Kinder
Anbei ein Auszug aus einem Mail von heute, das UNICEF an seine Firmenpartner verschickt hat.
Liebe UNICEF Firmenpartner,
unter dem Motto “Hoffnung für Haiti” geht die UNICEF-Hilfe für die vom Erdbeben betroffenen Kinder weiter. Als Kooperationspartner möchten wir Sie heute über die Fortschritte informieren:
Trotz der chaotischen Zustände und der logistischen Probleme in Haiti hat UNICEF bereits 26 große Wassertanks für jeweils 5.000 – 10.000 Liter Trinkwasser im Katastrophengebiet aufgestellt. Außerdem hat UNICEF 120.000 große Flaschen abgefülltes Trinkwasser verteilt. 5,5 Millionen Wasserreinigungstabletten, Kanister, Erste-Hilfe-Pakete, Medikamente, Moskitonetze sowie Plastikplanen, Zelte und Schlafmatten wurden bereitgestellt, Seife und weiteren Hygienebedarf für 60.000 Menschen verteilt. Insgesamt 30 Verteilstellen sind bisher in Betrieb. Gerade für mangelernährte Kinder konnten schon 7.000 Pakete mit nahrhafter Erdnusspaste zur Verfügung gestellt werden. 2.500 Kochsets wurden an Familien, die durch die Katastrophe alles verloren haben, verteilt. Über 50 UNICEF-Mitarbeiter sind bereits im Einsatz, täglich treffen weitere ein.
UNICEF versorgt derzeit rund 100.000 Menschen mit sauberem Trinkwasser und verteilt Trinkwasserflaschen in Krankenhäusern. Als Leitagentur der UN für den Bereich “Wasser und Sanitär” kommt UNICEF dabei eine ganz besondere Rolle zu. Zusammen mit Partnern wird mit Hochdruck daran gearbeitet, die Wasserversorgung provisorisch wieder in Gang zu setzen. Die Vereinten Nationen haben Port-au-Prince in 17 Zonen eingeteilt, in denen Nahrung, Trinkwasser und Schutzutensilien verteilt werden und die medizinische Hilfe organisiert wird.
Mit Flugzeugen werden auch Großzelte, Spielmaterial und technische Geräte aus den zentralen UNICEF-Warenlagern in Panama, Kopenhagen und Dubai nach Haiti gebracht. Sie sind für Kinderschutzzonen bestimmt. UNICEF hat zusammen mit anderen Organisationen wie dem Roten Kreuz und der Haitianischen Regierung Maßnahmen angeschoben, um unbegleitete Kinder zu identifizieren. Diese Kinder sind ganz besonders von Hunger, Krankheiten und Ausbeutung bedroht und brauchen dringend psychosoziale Unterstützung. Es werden spezielle Kinderschutzzonen eingerichtet, in denen die Kinder Schutz und Hilfe finden. Von dort aus wird dann auch die Suche nach Angehörigen organisiert. Ein erstes Schutzhaus für 200 unbegleitete Kinder wird gerade eingerichtet.
Die nächsten wichtigen Schritte werden sein, die unbegleiteten Kinder zu betreuen und mangelernährte Kinder zu versorgen. Drei Millionen Menschen müssen mit Trinkwasser versorgt werden und langfristig arbeitet UNICEF daran, 300.000 Kinder wieder zurück in die Schule zu bringen.


